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Neues Spielzeug: Nikon D90

21. März 2010 um 16:56 Uhr | Privat | Kein Kommentar | 1.014x gelesen

Das gleich vorweg: Ich bin mit meiner Nikon D40 wirklich noch immer hochzufrieden. Doch irgendwie musste jetzt mal was Neues her. Am Freitag habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mir eine D90 zugelegt. Hier die Fakten und meine ersten Eindrücke.

Meine Wahl fiel auf das Paket “D90 + DX AF-S Nikkor 18-105mm”. Einmal, weil es gerade bei dem roten Elektronikmarkt dafür ein ziemlich gutes Angebot gab (849 Euro + 100 Euro Gutschein). Hauptsächlich habe ich mich aber genau für diese Kombi entschieden, weil ein Objektivwechsel – zumindest in vielen Situationen – so nicht (mehr) nötig ist.

Die Fakten
Die Nikon D90 ist die Nachfolgerin der D80. Sie ist das größte Modell aus der “Consumer”-Reihe bei Nikon. Die Kamera verfügt über einen CMOS-Sensor mit 12,3 Megapixel, sie unterstützt ISO-Werte von 200 bis 3.200 (erweiterbar auf 100 bis 6.400). Die D90 war bei ihrer Markteinführung im Herbst 2008 die erste Spiegelreflex mit HD-Videofunktion (max. 1280×720 Pixel).

Die Kamera hat einen 3-Zoll-LCD-Monitor und eine Liveview-Funktion. Als Speichermedium dienen SD(HC)-Karten, je nach Hersteller werden bis zu 32 Gigabyte große Karten unterstützt. Die Bilder können per USB auf den Rechner übertragen werden, die Kamera hat ein Video-Out für den Anschluss an einen normalen Fernseher sowie einen HDMI-Ausgang. Außerdem gibt es einen speziellen Anschluss für einen GPS-Empfänger.

Soviel zu den technischen Details, nachfolgend meine ersten Eindrücke der D90 – natürlich vor allem im Vergleich zur D40.

Die Bildqualität
Als ich vor knapp zwei Jahren von meiner kleinen Digitalknipse ins Spiegelreflex-Lager gewechselt bin, war der Sprung enorm: Endlich gestochen scharfe Bilder und Tiefenschärfe als neues Gestaltungsmedium. Beim Wechsel zur D90 bleibt mir nur zu sagen: Hut ab vor der D40. Ich habe jetzt die ersten paar Hundert Testbilder geschossen und was die Schärfe anbelangt, suche ich momentan noch nach den Vorzügen der Neuanschaffung. Auch bei den Farben kann ich als Laie zum Beispiel keinen Unterschied erkennen.

Ein klarer Vorteil der D90: Die größere Auflösung. So lassen sich problemlos einzelne Bildausschnitte in der Nachbearbeitung vergrößern. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen kann die D90 punkten: Zumindest gefühlt ist das Bildrauschen bei höheren ISO-Werten geringer.

Die Bedienung
Ein Grund für den Kauf der D90 war für mich die bessere Bedienbarkeit. Die D90 verfügt vorne rechts über ein zweites Einstellrad, alle Einstellungen sind auch ohne Aufrufen des Menüs veränderbar. Sehr Praktisch ist auch das kleine Display oben auf der Kamera, dort werden die wichtigsten Einstellungen der Kamera permanent angezeigt. Wichtig war für mich auch die Größe der Kamera. Die D90 liegt einfach deutlich besser in der Hand.


Die Videofunktion

Als Spielkind hat mich natürlich auch die Videofunktion der D90 gereizt. Schon vor dem Kauf war aber klar, dass es sich hierbei eben mehr oder weniger wirklich nur um eine Spielerei handelt. Die Kamera kann kein Full-HD, der Autofokus ist während der Aufnahme nicht verfügbar. Prinzipiell wäre das nicht so schlimm, manuelles Scharfstellen über das Display gleicht aber leider einem Glücksspiel. Freihandfilmen ist nur schwierig bis gar nicht möglich, trotz Bildstabilisator wackelt das Ganze extrem. Der Ton wird mit einem internen Mikrofon in Mono aufgezeichnet, ein Anschluss für ein externes Mikrofon fehlt leider.

Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass man zumindest vom Stativ, mit ein wenig Übung und mit einem externen Audio-Aufnahmegerät sehr schönes und vor allem wirklich brauchbares Videomaterial produizieren kann – wegen der Objektive natürlich auch mit schön viel Tiefenschärfe.

Das Fazit
Die D90 liegt besser in der Hand als die kleine D40, auch die Bedienung ist besser und einfacher. Von der Bildqualität hatte ich mir ehrlich gesagt nochmal einen größeren Fortschritt erhofft, hier muss mich die D90 aber noch erst überzeugen. Trotzdem, soviel steht schon nach den ersten beiden Tagen fest: Der Kauf der D90 hat sich für mich definiv gelohnt.

p.s. Den 100-Euro-Gutschein habe ich dann gleich für ein Stativ und einen Ersatzakku eingetauscht. Was mich natürlich auch noch reizt, ist der Multifunktions-Handgriff. Die Kamera liegt so insgesamt – aber vor allem bei Hochkantbildern – noch besser in der Hand. Außerdem ist darin Platz für einen zweiten Akku. Mittelfristig werde ich auch um den Kauf eines weiteren Objektivs nicht drumherum kommen. 105mm Brennweite sind zwar ganz nett, aber eben auch bei weitem nicht immer ausreichend.

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