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Ärger mit der Annington (Update)

17. Februar 2010 um 23:26 Uhr | Privat | Ein Kommentar | 3.132x gelesen

Eigentlich ist das Kapitel Gelsenkirchen – zumindest wohntechnisch – schon lange abgehakt. Schließlich leben wir seit knapp zwölf Monaten nicht mehr dort. Doch jetzt rechnet der ehemalige Vermieter, die Deutsche Annington, ab. Und das sorgt nicht nur wegen der Kosten für wenig Begeisterung.

Vor knapp einem Monat ging es los. Der Griff in den Briefkasten fördert eine Heizkostenabrechnung zu Tage. Das Datum auf dem Poststempel: 19.01.2010. Das Datum der Abrechnung: 17.08.2009. Seltsam, denke ich.

Doch es geht noch weiter. Der Abrechnungszeitraum auf dem Deckblatt: 01.01.2008 bis 31.12.2008. Der Abrechnungszeitraum bei der Einzelposten-Auflistung: 01.01.2008 bis 31.08.2008. Keine Ahnung, warum dort verschiedene Abrechnungszeiträume genannt werden.

So oder so, die Rechnung hätte spätestens am 31.12.2009 bei mir ankommen müssen, genau genommen aber sogar bis zum 31.08.2009. Das sagt zumindest der Gesetzgeber. Die Rechnung war aber erst nach dem 19.01.2010 bei mir im Briefkasten. Das ist Fakt.

Dass so etwas nun bei einem privaten Vermieter mal passiert, kann ich verstehen. Nicht aber bei der Deutschen Annington. Dort betreuen nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Mitarbeiter 217.000 Wohnungen in ganz Deutschland. Die machen das also “professionell” und die machen jeden Tag nichts anderes. Da darf so etwas (auch im eigenen Interesse) nicht passieren.

Was ist dort also falsch gelaufen? Hatten die vielleicht meine neue Adresse nicht? Das kann ich ausschließen. Ich bin mir hundertprozentig sicher, die damals angegeben zu haben – um genau derartigen Problemen vorzubeugen.

Nun ja, in der Heizkostenabrechnung ging es um 19,84 Euro. Und das ist ja schließlich nicht die Welt. Also habe ich den Betrag nach kurzem Überlegen einfach überwiesen, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Außerdem habe ich in der Wohnung gewohnt und dementsprechend die Kosten (vermutlich) auch tatsächlich verursacht. Damit war das Thema für mich abgehakt.

Doch dann gab´s heute wieder Post von der Deutschen Annington. Diesmal eine zweite Mahnung. In dem Schreiben fordert man mich letztmalig (ja, fettgedruckt) auf, den fälligen Beitrag einer weiteren Rechnung in Höhe von 84,89 Euro zu überweisen, inklusive zwei Mal Mahngebühren in Höhe von 4,50 Euro.

Sollte ich das nicht tun, müsse ich mit einem gerichtlichen Betreibungsverfahren rechnen und mir würden die dadurch entstehenden Kosten ebenfalls in Rechnung gestellt werden, heißt es darin. Kein netter Brief für jemanden, der seine Rechnungen immer pünktlich gezahlt hat.

Obwohl es sich um ein maschinell erstelltes Schreiben handelte – die Kinnlade war bei mir ganz schnell ganz weit unten. Die Deutsche Annington schickt mir also eine zweite Mahnung – ohne eine erste Mahnung – zu einer Rechnung, die ich nie bekommen habe. Und sie will dann auch noch neun Euro Mahngebühren kassieren. Ja, dankeschön! Deutsche Annington: Was ist los bei Euch?

Ich habe jetzt erstmal ein mehr oder weniger freundliches Schreiben aufgesetzt, mit der Bitte, mir die ursprüngliche Rechnung zu schicken – und die Mahngebühren zu streichen. Mal sehen, wie die Antwort darauf ausfällt.

p.s. Ein telefonischer Kundenservice, der in der Woche noch nicht mal bis 19 Uhr erreichbar ist und zusätzliche Gebühren kostet, ist einfach kein Kundenservice, liebe Annington!

Update (03.03.2010): Die Annington hat mir jetzt auf mein mehr oder weniger freundliches Schreiben geantwortet. Leider nicht mit einem mehr oder weniger freundlichen Schreiben oder einer kleinen Entschuldigung oder einer Erklärung. Aber immerhin: Die ursprüngliche Abrechnung war beigelegt. Und die Annington hat sogar, wie von mir gefordert, die Mahngebühren gestrichen – allerdings nur einmal. Und – ich hatte es schon vermutet – die Abrechnung bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.09.2008 bis 31.12.2008. Soll heißen: Die Frist ist längst verstrichen. Wie ich damit jetzt umgehe, weiß ich gerade noch nicht.

Update (05.03.2010):Ich habe telefonisch Kontakt mit der Nebenkosten-Abteilung aufgenommen. Unklar ist weiterhin, wie die ganzen Unstimmigkeiten entstanden sind. Auf jeden Fall haben wir uns jetzt in der Mitte getroffen. Nach Abzug der zweiten Mahngebühr werde ich also die Hälfte der Forderung begleichen. Und dann ist (hoffentlich) Ruhe.

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Kommentare

Eine Antwort zu “Ärger mit der Annington (Update)”

  1. Ein Annington Mieter
    Februar 18th, 2010 @ 21:41

    Ja, mit der DA hat man immer wieder seinen Spaß.
    Da weiß eine Abteilung nicht, was die andere macht und umgekehrt.
    Woher soll die Mahnabteilung denn auch wissen, dass die Betriebskostenabteilung noch keine Abrechnung erstellt hat. :-)
    Die einen sitzen in Bochum, die anderen in Gelsenkirchen…

    Ich hätte denen schon bei der Heizkostenabrechnung keinen Cent überwiesen, wenn die Abrechnung erst im Janua eintrudelt und die Ausschlußfrist versäumt wurde.
    Es gibt übrigens ein Forum über die DA, da kann man jede Menge ähnlicher Stories lesen:
    http://forum.nrw.tv/forum/showthread.php?t=1833

    Es grüßt
    Ein Annington Mieter

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