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Neues Spielzeug: Als die Bilder laufen lernten

17. Oktober 2009 um 22:24 Uhr | Privat | Ein Kommentar | 367x gelesen

Aufnahmegerät und Fotoapparat sind schon längere Zeit meine ständigen Begleiter. Was noch in meiner multimedialen Sammlung fehlte, war eine Videokamera. Und genau die habe ich mir jetzt zugelegt. Seit dieser Woche bin ich also stolzer Besitzer eines (kleinen aber feinen) Camcorders.

Daten & Fakten
Der Everio GZ-MS90EU ist eine Mini-Camcorder der Marke JVC, Kostenpunkt in meinem Fall: 189 Euro (bei Mediamarkt). Das Gerät kann wahlweise 4:3 oder 16:9 aufnehmen, HD-fähig ist es nicht. Die Aufnahmen werden auf einer SD(HC)-Karte (nicht im Lieferumfang enthalten) im MPEG2-Format aufgezeichnet. Bei einer 8-Gigabyte-Karte sind so bis zu 2 Stunden Aufzeichnung in höchster Qualität möglich.

Der Camcorder verfügt über ein Konic-Minolta-Objektiv mit bis zu 28-fachem optischem Zoom (und 200-fachem Digitalzoom). Der CCD-Sensor bietet eine Auflösung von 0,8-Megapixel. Fokus und Weißabgleich lassen sich automatisch aber auch (halb-)manuell einstellen. Einen Sucher hat das Gerät nicht. Das Bild wird auf dem ausklapp- und drehbarem, 6,9 Zentimeter großem LCD-Display wiedergegeben. Die Datenübertragung zum Rechner erfolgt per USB2.0-Schnittstelle. Mit dem mitgelieferten A/V-Kabel lässt sich der Camcorder auch direkt an ein TV-Gerät anschließen.

Erster Eindruck
Der JVC GZ-MS90EU wirkt eher billig verarbeitet, in diesem Preissegment ist das aber sicher nicht verwunderlich. Die Handhabung des Geräts ist wirklich kinderleicht und selbsterklärend. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die “Laser-Touch-Screen-Scrolleiste” des ausklappbaren Displays. Die Menü-Navigation wird so meiner Meinung nach unnötig erschwert (auch wenn das Ganze durchaus stylish aussieht. Wer das Gerät kennt, weiß, was ich meine …)

Die Bildqualität ist stark von den gegebenen Lichtverhältnissen abhängig. Bei Tageslicht und Sonnenschein gibt es wirklich farbstarke und scharfe Außenaufnahmen. Im Innenbereich – bei künstlichem Licht – wirken die Aufnahmen dagegen flach und neigen zu Unschärfe. Insgesamt hatte ich mir von der Schärfe des Video-Materials mehr gewünscht.

Absolut wirkungslos ist meiner Meinung nach der digitale Bildstabilisator. Gerade im Zoombereich werden die Aufnahmen so schnell unbrauchbar, weil sie einfach zu verwackelt sind. Ohne Stativ geht da gar nichts. Das ist allerdings sicherlich auch ein Problem des sehr geringen Gewichts der Kamera (was ja an anderer Stelle auch durchaus Vorteile haben kann).

Bei der Auswahl des Geräts habe ich mich bewusst für die SD-Variante entschieden, obwohl ich für unwesentlich mehr Geld auch einen baugleichen Camcorder mit 30-Gigabyte-Festplatte hätte bekommen können. Zum einen bin ich der Meinung, dass SD-Karten einfach unempfindlicher gegenüber Erschütterungen sind, weil es eben keine mechanischen Teile gibt. Zweitens laufen alle anderen Geräte in meinem Besitz auch mit SD-Karten. So ist das gesamt Equipment einheitlich, und ich habe immer gleich ein paar Ersatzkarten mit dabei.

Das integrierte Stereo-Mikrofon des Camcorder liefert einen klaren Klang, ein leichtes Grundsummen/-rauschen ist allerdings (leider) vorhanden. Windgeräusche machen das Audiomaterial schnell unbrauchbar. Einen Anschluss für ein externes Mikrofon gibt es leider nicht, in dieser Preisklasse hat das aber meines Wissens nach auch kein einziges anderes Gerät.

Über die Leistung des Akkus kann bzw. möchte ich im Moment noch nicht viel sagen, da so ein Akku bekanntlich erst nach mehreren Ladezyklen die volle Kapazität erreicht. Momentan sieht es aber so aus, dass schon nach weniger als zwei Stunden der Saft ausgeht.

Fazit
Der JVC GZ-MS90EU ist ein praktisches Einstiegsmodell in die Welt der digitalen Videoaufzeichnung – klein und handlich, einfach zu bedienen. Das Gerät ist spartanisch ausgestattet, es gibt wenig Extras. Die Bildqualität ist sicher nicht sendefähig, für meine dezeitigen Zwecke (Privatvideos und Webfilmchen) dürfte das aber totzdem mehr als ausreichend sein. Bei diesem Gerät gilt meiner Meinung nach ganz einfach: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung – nicht mehr, nicht weniger.

Ein Testvideo gibt es an dieser Stelle noch nicht, weil ich bislang noch nichts wirklich Spannendes gefilmt habe. Hier vorab für den ersten (optischen) Eindruck einige Fotos des Camcorders.

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Kommentare

Eine Antwort zu “Neues Spielzeug: Als die Bilder laufen lernten”

  1. Regine
    Oktober 19th, 2009 @ 18:59

    Hallo Thomas, gratuliere….ich freue mich schon auf ” bewegende Bilder”. Beimnächsten Besuch bitte dringend mitbringen. Lieben Gruß aus Wettmar

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